WebRTC im Test mit Firefox Hello

Samstag 23. Januar 2016 von Torsten

WebRTC steht für Web Real-Time Communication – also auf deutsch für internetbasierte Echtzeitkommunikation. WebRTC wird wird vom W3C, dem World Wide Web Consortium entwickelt, also von den Leuten die unter anderem auch den HTML Standard und CSS entwickelt haben.

Mit WebRTC ist es möglich im Browser über das Internet Videokonferenzen, “Telefongespräche” und Chat zu realisieren.

Im Firefox findet man für WebRTC die Funktion “Firefox Hello” und die habe ich vor einigen Wochen einem ersten kleinen Test unterworfen.

Das Ziel des ersten Tests war es, zwischen zwei Teilnehmer ein “Internet-Telefonat” zu führen.

Als Hardware diente auf beiden Seiten ein günstiges Headset. Ein Gespräch mit Firefox Hello beginnt man per Klick auf das Smiley-Symbol. Um Firefox Hello nutzen zu können braucht keiner der Teilnehmer bei Mozilla angemeldet sein. Ein WebRTC fähiger Browser sollte ausreichen und das muß nicht mal der Firefox sein. Der Test fand aber zwischen zwei Firefox Browsern statt.

Nachdem Klick auf das Smiley-Symbol kann man einen Freund zu einem Gespräch einladen. Entweder durch kopieren eines speziellen Hyperlinks in die Zwischenablage oder gleich indem man den Link per Mail versendet.

Sobald der andere Teilnehmer dem Link in der Mail folgt, wird das Gespräch über Firefox Hello aufgebaut. Der Gast-Teilnehmer muss noch bestätigen per Klick auf “Gespräch betreten”.

Die Sprachqualität war im Test bei einer Mikrofonverstärkung von +30dB überraschend gut.

Das Unterbrechen und Neuaufnahme des Gespräches geht anfänglich etwas holprig…Teilweise musste auch der Gastgeber (also die Person die zum Gespäch eingeladen hat) die Neuaufnahme bestätigen. Ob dies allerdings immer so ist, konnte ich in den ersten Testläufen noch nicht herrausfinden. Manchmal ging es auch ohne und manchmal nur mit Bestätigung.

Die Chat-Funktion geht auch in beide Richtungen können Textnachrichten erstellt werden.

Der Bildschirmzugriff ist nur für den Gastgeber möglich, also nur für den der zum Gespräch eingeladen hat. Konkret getestet habe ich nur das Teilen von Tabs. Dabei sieht des Gast die Browserfenster oder Browsertabs des Gastgebers.

Andere Funktionen zum Bildschirmzugriff habe ich aktuell noch nicht getestet. Es gibt noch die Option “Zugriff auf weitere Fenster erlauben”, vermutlich kann dann der Gast auch den Desktop und andere Fenster des Gastgebers sehen.

Als Remote Desktop eignet sich das noch nicht 100 %, doch dafür ist diese Funktion wohl auch nicht gedacht.

Als Fazit bleibt festzuhalten, Firefox Hello überzeugt durch einfache Bedienung, gute Sprachqualität, eine kleine Text-Chat-Funktion und ist eine echte Alternative zu Skype.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 23. Januar 2016 um 17:53 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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