Nautilus: Der Dateimanager von Ubuntu

Mittwoch 19. Juli 2017 von Torsten

In diesem und den folgenden Artikeln sollen nun die Dateimanager der vier Linux-Versionen Ubuntu, Kubuntu, Lubuntu und Xubuntu untersucht und vorgestellt werden.

Die Funktionen des Dateimanagers die dabei besonders betrachtet werden sind:

  • Ordneransichten

  • Adressleiste

  • Sortierung der Listenansicht (Erstelldatum & Änderungsdatum)

  • Statusleiste

  • Explorerbereich

Hier und jetzt tauchen wir mit Nautilus in den Dateimanager von Ubuntu ab…

Ordneransichten:

Nautilus bietet nur zwei Ordneransichten.

  • Symbolansicht

  • Listenansicht

Adressleiste:

Die Adressleiste wird standardmäßig in Form von Schaltflächen angezeigt, die auch als Hyperlink-Schaltflächen genutzt werden können.

Eine Adressleiste mit Ordnerpfaden kann per Tastaturbefehl STRG + L oder über “Orte eingeben” eingeblendet werden. Wer dauerhaft die Ordnerpfade-Ansicht bevorzugt gibt folgendes im Terminal ein: gsettings set org.gnome.nautilus.preferences always-use-location-entry true

Ubuntuusers warnt im entsprechenden Artikel übrigens, dass der Wechsel auf die normale Navigation dann nicht mehr möglich sein soll. Vermutlich lässt sich irgendwie trotzdem der Wert auch wieder von “true” auf “false” ändern. Zur Not mit dem bereits von Ubuntuusers erwähnten Dconf-Editor. Doch der gehört hier nicht in den “Linux für Einsteiger” Artikel.

Sortierung der Listenansicht:

Zu einer optimalen Listenansicht gehören für mich die zwei Sortieroptionen “Erstelldatum” und “Änderungsdatum”. Nautilus erfasst für Ordner und Dateien zwar ein Datum, überschreibt es aber bei jeder Änderung. Letzendlich wird also nur ein Änderungsdatum angezeigt.

Statusleiste:

Eine Statusleiste fehlt bei Nautilus leider. Aus meiner Sicht ist diese Leiste (am unteren Bildrand) sehr nützlich, da sie einen schnellen Überblick über den Inhalt eines Ordners verschafft.

Explorerbereich:

Der Explorerbereich von Nautilus bietet nur eine Ansicht und zwar die Orte-Ansicht. Das ist aber auch keine Nachteil, denn sie ist einfach aufgebaut und lässt sich intuitiv nutzen. Warum also das Rad neu erfinden wollen?

Fazit:

Nautilus kommt sehr aufgeräumt und reduziert daher. Die fehlende Sortierung nach Erstelldatum sorgt für leichte Abzüge in der B-Note.

Der horizontale Scrollbalken kann übrigens auch schnell nerven. Eine Skalierung angepasst an die Bildschirmgröße/Auflösung wäre mir lieber.

Die Adressleiste zeigt übrigens das merkwürdige Verhalten den zuletzt aufgerufenen Ordner anzuzeigen und zeigt damit nicht immer den aktuellen Standort an. Bei einer Webseite mag ein solcker klickpfad nützlich sein. In einem Dateimanager verwirrt er am Anfang etwas.

Zwei positive Features von Nautilus sollen aber auch noch erwähnt werden. Nautilus bietet die Möglichkeit Lesezeichen anzulegen und unterstützt Tabs.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 19. Juli 2017 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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