Banana Pi 1

Mittwoch 3. Januar 2018 von Torsten

Der Banana Pi ist ein kleiner Einplatinen-Computer mit ARM Prozessor der mit einem Linux System betrieben wird.

Ein vollwertiger Computer in Scheckkartengröße – geht das?

Mit 1 Ghz Dual Core CPU und 1 GB DDR3-Speicher mit SATA-Unterstützung ausgestattet arbeitet der Banana Pi laut Datenblatt perfekt mit Debian-Linux.

Dieser Artikel beschreibt die Installation des Betriebssystems Bananian auf eine SD-Karte.

Wenn es um die Beschaffung des passenden Betriebssystem-Images geht, sollte die offizielle Webseite des Banana Pi die erste Anlaufstelle sein: http://www.banana-pi.org/

Im Downloadbereich http://www.banana-pi.org/download.html gilt es nun die passende Version zu finden. Für diesen Artikel kommt der erste Banana Pi (also M1) zum Einsatz.

Auf https://www.bananian.org/download wird also die aktuellste Version von Bananian gedownloadet.

Die Installation auf SD-Card wird an einem anderen Linux-Computer (hier ein Ubuntu-System) durchgeführt.

Installation von Bananian auf SD-Card:

  • Download der Imagedatei ausführen und im lokalen System entpacken

  • SD-Card per USB-Adapter mit Computer verbinden…

  • Laufwerkspfad der SD-Card ermitteln (in diesem Beispiel ist es “dev/sdb”)

Nun beginnt die eigentliche Installation:

  • Partitionen im Terminal aushängen mit: umount /dev/sdxx (hier: sudo umount /dev/sdb )

  • Terminalbefehl sudo dd bs=4M if=~/Downloads/[Name der img-Datei] of=/dev/sdb

Der Zielpfad muss natürlich bei Bedarf angepasst werden. Die Installation erfolgt also durch folgende Terminalbefehle:

  • sudo umount /dev/sdb

  • sudo dd bs=4M if=~/Downloads/bananian-1508.img of=/dev/sdb

Während des Schreibvorganges auf die SD-Card gibt es keine Infomeldungen. Einfach warten bis der SD-Card Adapter nicht mehr blinkt und im Terminal wieder der Standard-Prompt erscheint.

Wenn die Installation abgeschlossen ist, kann die SD-Card nun in den Banana Pi gesteckt werden und der Banana Pi wird erstmals gebootet…

Bananian – Der erste Startvorgang:

Für den ersten Login werden folgende Daten genutzt: Login: root (Benutzername) und Passwort: pi

Bananian hat nach der Erstinstallation keine grafische Oberfläche. Das wird nach der Grundkonfiguration natürlich sofort geändert.

Konfiguration von Bananian:

Durch Eingabe von “bananian-config” gelangt man in die Grundeinstellungen zum Bananian Betriebssystem.

Das Tastaturlayout ist beim Erststart nicht auf deutsch eingestellt. Der Bindestrich befindet sich also auf der Taste des Fragezeichens und das Y für Yes auf der Taste Z.

Die Konfiguration erfolgt dann in einem englischsprachigem Assistenten, der einige Dinge abfragt…

  • Keyboard Layout ändern

  • Passwort für root ändern

  • Zeitzone bei Bedarf anpassen (Europa/Berlin)

  • Lokaleinstellungen vornehmen – Per Pfeiltasten scrollen und Selektion per Leertaste

  • Hostname (hier nicht geändert)

  • Hardware Konfiguration (hier nicht geändert)

  • Erweiterung des Dateisystems (hier durchgeführt weil es empfohlen wurde)

  • System neu starten (shutdown -r now)

Nach dem Neustart landet man wieder in einem Terminalmodus und führt mit den selbst gewählten Daten einen Login durch.

Nun noch ein “bananian-update” und abschließend ein “apt-get update” kann sicher nicht schaden.

Grafische Oberfläche für den Banana Pi:

Für Bananian können zwei grafische Oberflächen installiert werden LXDE oder XFCE.

  • apt install xorg xfce4 xfce4-goodies hicolor-icon-theme gnome-icon-theme xfce4-power-manager

  • apt install task-lxde-desktop -y

Auf das sudo kann verzichtet werden, wenn der Banana schon im root-Modus startet. Für diesen Artikel wurde XFCE als Desktopumgebung installiert. Die grafische Oberfläche wird dann per Terminalbefehl gestartet…

  • startxfce4

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 3. Januar 2018 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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