Grub Experimente 1 – Menüeinträge

Mittwoch 12. September 2018 von Torsten

Nun sind die Menüeinträge des Grub Bootmenüs dran. Diesmal aber ohne Grub Customizer.

In der Systemdatei etc/grub.d/40_custom können eigene Menüeinträge erstellt werden. Dieser Artikel beschreibt dazu die Grundlagen…

Menüeintrag erstellen

In der Systemdatei etc/grub.d/40_custom können eigene Menüeinträge nach folgendem Schema erstellt werden:

menuentry “Betriebssystem 1“ {

}

Die Datei wird dazu mit Administratorrecht geöffnet und die Anpassung durchgeführt. Anschließend im Terminal folgenden Befehl ausführen:

  • sudo update-grub

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will kann auch den Grub gleich neu installieren lassen…

  • sudo grub-install dev/sda

Nach einem Neustart des Systems sollte der neue Eintrag bereits im Bootmenü erscheinen. Natürlich wird damit noch kein Linux gestartet. Es fehlen ja noch die nötigen Befehle…

Die Befehle für den Menüeintrag

Unter “boot/grub“ findet sich die Datei “grub.cfg“. Aus dieser Datei werden nun die Befehle kopiert die es braucht um den eigenen Menüeintrag auch funktionsfähig zu machen.

Die passenden Befehle zu finden ist dabei allerdings gar nicht so einfach. Nach dem Prinzip Versuch und Irrtum habe ich mir folgende Befehle kopiert:

menuentry “Betriebssystem 1″{

set root=’hd0,gpt2′

linux /boot/vmlinuz-4.15.0-20-generic root=UUID=883504d3-ffc1-40a4-b6e4-ab5d27527764 ro video=eDP-1:d quiet splash $vt_handoff

initrd /boot/initrd.img-4.15.0-20-generic

}

Mein Ziel war es auch den Aufbau des Menüeintrages so einfach und reduziert wie möglich zu halten. Er besteht hier also aus drei Befehlszeilen.

  • set root-Zeile

  • linux-Zeile

  • initrd-Zeile

Zur Erklärung:

set root-Zeile: Gibt die Partition an, auf der die Bootdateien des im Menü-Eintrag angegebenen Systems liegen.

Je nach Erstellung der Partitionstabelle sind z.B. (hd0,msdos3), (hd0,gpt3) einzusetzen.

linux-Zeile: Diese Zeile gibt die Bezeichnung für den Kernel an, der geladen werden soll und wo sich dieser befindet.

initrd-Zeile: Diese Zeile gibt die Bezeichnung für das Boot-Image an, das geladen werden soll und wo sich dieses befindet.

Zwischenergebnis

Positiv kann festgehalten werden, dass dieser Menüeintrag schon funktioniert und das gewünschte System (hier Xubuntu) startet. Merkwürdigerweise wird für einen kurzen Moment das Kubuntu-Logo eingeblendet. Letztendlich wird aber doch Xubuntu gestartet…Vermutlich müssen noch Pfadangaben angepasst werden.

Alles weitere zu diesem Thema gibt es aber erst im nächsten Artikel.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 12. September 2018 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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