Apache Webserver Konfiguration 1

Mittwoch 7. März 2018 von Torsten

Der Apache Webserver ist erfolgreich installiert. Die Zugriffsrechte wurden angepasst. Eine erste kleine Webseite wurde erstellt und erfolgreich getestet.

Nun ist es Zeit einige Konfigurationen am Webserver vorzunehmen.

Dieser Artikel ist der erste von vier Artikeln zum Thema Apache Konfiguration und beschreibt die Grundkonfiguration des Apache Webservers…

Empfehlenswert ist es sich das Apache Wurzelverzeichnis (/var/www/html/) und auch den Konfigurationsordner (/etc/apache2/) als Lesezeichen im Dateimanager anzulegen.

Die Hauptkonfigurationsdatei für den Apache Webserver liegt also im Verzeichnis /etc/apache2/ und

ist als „apache2.conf“ bezeichnet. Schreibrechte hat hier auch nur der Benutzer root und das sollte auch so bleiben.

Um die Konfigurationsdatei zu bearbeiten, kann per Terminal der Texteditor als root geöffnet werden. Unter Xubuntu also etwa per Terminalbefehl „sudo mousepad“.

Die Originalkonfiguration mit der der Apache ausgeliefert wurde, kann nun in einer Kopie gesichert werden (apache2_original.conf). Die „apache2.conf“ dient nun als Arbeitsversion für die folgenden Konfigurationen.

Zeilen die in der Konfigurationsdatei mit der Raute anfangen sind Kommentare und werden für eine übersichtliche Grundkonfiguration zumindest größtenteils aus der Datei entfernt.

Ziel ist jetzt eine Minimalkonfiguration zu erstellen. Einige Anweisungen aus der Originalkonfiguration werden aber in der Datei belassen und sollen hier und jetzt keine Rolle spielen.

Minimalkonfiguration 1:

  • ServerRoot „/etc/apache2“

  • ServerName

  • Include ports.conf

  • IncludeOptional mods-enabled/*.load

  • IncludeOptional mods-enabled/*.conf

  • <Directory />
    Options FollowSymLinks
    AllowOverride None
    Require all denied
    </Directory>

ServerRoot ist das Stammverzeichnis der Apache-Installation.

ServerName ist der Hostname und TCP-Port des Servers. Da für ServerName kein Standardwert gesetzt ist, fehlt diese Angabe auch in der Originalkonfiguration.

Die Angabe des Ports über Listen 80 wird per „Include“ eingebunden mit: Include ports.conf

Es ist egal ob die Anweisung direkt in der Datei „apache2.conf“ steht oder per include eingebunden wird.

Die Module werden per „Include“ eingebunden.

Directory-Container enthalten Konfigurationsanweisungen für ein Verzeichnis.

Die Directory-Container und die Apache Module werden im nächsten Teil dieser Artikelserie betrachtet.

Folgende Anpassungen werden nun in der Konfigurationsdatei durchgeführt:

  • ServerName localhost

  • AddDefaultCharset utf-8

Wurden Änderungen an der Konfiguration durchgeführt, werden diese erst nach einem Neustart des Webservers wirksam.

Der Terminalbefehl lautet: service apache2 restart

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 7. März 2018 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.

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