Ubuntu Mate@Banana Pi

Mittwoch 27. Juni 2018 von Torsten

Der Banana Pi soll nun ein neues und vor allem noch aktiv unterstütztes Betriebssystem bekommen. Die Wahl fiel dabei auf Ubuntu Mate.

Dieser Artikel beschreibt die Installation von Ubuntu Mate für den Banana Pi und dokumentiert die ersten Systemanpassungen…

Installation von Ubuntu Mate@Banana Pi

  • Download der gewünschten Imagedatei

  • Entpacken der Imagedatei auf dem lokalen System

  • Zielort der Installation ermitteln – hier sdb auf SD-Card (per USB-Adapter angeschlossen)

  • Terminalbefehl “dd“: sudo dd bs=4M if=~/Downloads/Imagename of=/dev/sdb

Um den Imagenamen nicht von Hand tippen zu müssen, kann man auch per Terminalbefehl “cd“ in den Ordner des Images wechseln und den Dateinamen/Imagenamen einfach kopieren. Im Terminal geht das mit der Tastenkombination STRG + SHIFT + C (kopieren) und STRG + SHIFT + V (einfügen).

Nun dauert es eine gewisse Zeit und man wartet bis im Terminal wieder der normale Prompt erscheint.

Systemstart Nr. 1

Wenn der Terminalbefehl “dd“ erfolgreich ausgeführt wurde, kann die so erstellte SD-Card nun in den Banana Pi eingesetzt und der Systemstart Nr. 1 durchgeführt werden…

Die Desktopumgebung Mate verleiht Ubuntu einen frischen, grünen Mint-Look. Nun gilt es einige Systemeinstellungen vorzunehmen.

Systemeinstellungen

  • Systemsprache über “System => Preferences => Personal => Language Support“ einstellen

  • Schaltfläche „“Install/Remove Languagees… => German => Apply“

  • Logout und erneuten Login durchführen (um Anpassungen zu übernehmen)

  • Hintergrund kann auch über das Desktop Kontextmenü geändert werden…

  • Update per “apt-get update“ durchgeführt.

  • Desktop-Symbole angelegt

  • Vorgegebene Taskleisten gelöscht und eigene Leiste erstellt.

Ubuntu Mate@Banana Pi Experimente

Im Schnelldurchlauf nun einige Experimente mit dem neuen System…

Textverarbeitung mit Writer ist möglich – allerdings ist die Reaktionszeit sehr langsam und bremst aus.

Tabellenkalkulation mit Calc ist auch möglich. Die Grafikanwendung Draw wird schon spürbar durch die langen Reaktionszeiten der Banane ausgebremst.

Internetzugriff mit Firefox ist auch möglich. Bei Videos zwingt es den Banana Pi dann in die Knie. Der Ton wird aber auch über den Kopfhörerausgang ausgeliefert und nicht nur über HDMI. Durch sporadische Bild- und Tonaussetzer wird die Nutzung von YouTube fast unmöglich…

Nach Installation von “usbmount“ per Terminalbefehl “sudo apt install usbmount“ können auch zwei Mediadateien vom USB-Stick auf die SD-Card kopiert werden.

Eine mp3-Audiodatei wird problemlos vom VLC-Player abgespielt. Für eine mp4-Videodatei fühlt sich aber der mpv-Player zuständig.

Per Terminalbefehl “sudo apt install apache2“ kann problemlos der Apache Webserver installiert werden.

Die Schreibrechte für den USB-Stick anpassen:

Die Lösung besteht darin, in die Datei /etc/usbmount/usbmount.conf folgenden Inhalt zu ergänzen:

FS_MOUNTOPTIONS=“-fstype=vfat,gid=users,dmask=0007,fmask=0117″

Nach einem Reboot sollte es funktionieren…

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 27. Juni 2018 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

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