Bildschirmvideo mit Vokoscreen

Freitag 13. Juli 2018 von Torsten

Auf der Suche nach einer Screencast-Software – also einer Software mit der Bildschirmvideos aufgenommen werden können – bin ich eher zufällig auf Vokoscreen gestoßen.

Dieser Artikel beschreibt die Installation und die ersten Gehversuche mit der Anwendung.

Installation von Vokoscreen

  • sudo apt install vokoscreen

Vokoscreen: Das erste Bildschirmvideo

Das Hauptfenster von Vokoscreen ist sehr übersichtlich aufgebaut und in vielen Bereichen auch selbsterklärend.

Mit den Schaltflächen Start, Stop, Pause, Play und Senden wird das Programm gesteuert.

Auf den Registerkarten können noch Einstellungen und Anpassungen vorgenommen werden.

Vokoscreen kann neben Vollbild auch nur Fenster oder ausgewählte Bereiche als Video aufnehmen.

Es steht auch eine Lupe zur Verfügung. Mit der Funktion Showkey werden auch Tastaturbefehle erfasst und im Video eingebunden. Für eine Timeraufnahme kann ein Countdown eingegeben werden.

In den Audioeinstellungen kann zwischen Pulse und Alsa gewählt werden. Die Einstellung für den Audio Eingangspegel werden über die Lautstärkeregelung des Linux-Systems vorgenommen – also nicht innerhalb von Vokoscreen.

Die ersten Experimente wurden übrigens mit einem einfachen Headset durchgeführt. Die Tonqualität ist deshalb manchmal nicht so hochwertig wie gewünscht. Durch gutes Einpegeln des Audiosignals kann das aber sicher noch optimiert werden.

Vokoscreen ermöglicht zumindest sehr schnell ein Bildschirmvideo aufzuzeichnen.

Als Dateiformat nutzt Vokoscreen das mkv-Format. Mit dem VLC Player kann diese Datei problemlos abgespielt werden…

Webstreams aufnehmen

Mit Vokoscreen ist es auch möglich Webstreams aufzunehmen. In den Audioeinstellungen sollte dann auch die passende Monitoring-Einstellung vorgenommen werden. Die Audioeinstellungen finden sich auf der zweiten Registerkarte von Vokoscreen.

In meinem konkreten Fall ging es darum das Audiosignal sowohl intern für die Aufnahme abzugreifen und zusätzlich per HDMI auszugeben. Vokoscreen konnte nach einigen Experimenten auch entsprechend eingestellt werden. Allerdings zeigten sich bei der späteren Kontrolle der Aufnahme auch Probleme. Die Audiospur lief irgendwann asynchron zur Bildspur. Technisch ist das auch erklärbar, da das Audiosignal nicht auf zwei Wegen völlig synchron ausgegeben werden kann. Das Audiosignal wird ja an HDMI geleitet und intern aufgenommen. Dieses Problem sollte man also vermutlich nicht der Software Vokoscreen negativ anrechnen. Vielleicht macht es auch Sinn das Monitoring bei Aufnahmen doch zu deaktivieren. Alternative dazu wäre eine zeitaufwendige Nachbearbeitung der Aufnahme mit Programmen wie Handbrake und OpenShot…

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 13. Juli 2018 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

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