Ardour

Mittwoch 17. Oktober 2018 von Torsten

Ardour ist eine Audio Workstation und eine Harddisk-Recording-Software. Innerhalb des Linux Homerecording Systems nutze ich Ardour vor allem für den Mixdown und das Schneiden von Samples.

Dieser Artikel stellt Ardour vor und zeigt als Beispielanwendung den Schnitt einer Drumloop.

Installation von Ardour:

  • sudo apt install ardour

Mit diesem Terminalbefehl wird Ardour 5 installiert.

Nach der Installation begrüßt einen Ardour beim ersten Programmstart mit einigen Dialogfenstern. Hier werden einige Konfigurationen vorgenommen, die hier aber nicht im Detail vorgestellt und dokumentiert werden sollen. Die Abfragen sind aber sehr einfach gehalten und beziehen sich etwa auf das Monitoring und das gewünschte Bus-System. Wer sich etwas mit Musik und Homerecording auskennt sollte diese ersten Klippen problemlos umsegeln können…

Ardour und JACK Audioserver:

Ardour braucht einen aktiven JACK Audioserver. Vor dem Programmstart sollte der JACK also entweder manuell gestartet werden, oder man lässt den Audioserver automatisch starten oder man aktiviert den JACK über die Schaltfläche im Ardour Dialogfenster.

Import einer Audiodatei:

Als Beispielanwendung für Ardour soll ja der Schnitt einer Drumloop erläutert werden. Professionelle Drumloops bekommt man im Musikfachhandel. Auf diesen Sample-CDs befinden sich pro Track diverse kleine Schlagzeugfiguren. Diese müssen nun so geschnitten werden, dass sie in einer Endlosschleife (Loop) in einer Sample-Software genutzt werden können. Als Sample Software nutze ich Hydrogen, den ich im Artikel vom 08. und 10. Oktober 2018 vorgestellt habe…

Der Import der Datei erfolgt über das Projekt-Menü > Importieren. Für den hier vorgestellten Zweck sollte man die Zuordnung (im unteren Bereich des Fensters) auf “eine Spur pro Datei“ einstellen…

In Ardour erkennt man nun den Audiotrack mit zwei Wellenformen (für linken und rechten Kanal) in einer einzigen Audiospur. Nun kann die Schleife eingestellt werden…

Audioloop einstellen + Export:

Die erste Drumloop soll nun geschnitten werden und zwar so das keine unschönen Knackser und Knarzer zu hören sind und so das die Drumloop später in Hydrogen auch als Loop richtig sauber und rund läuft.

Für die erste Loop habe ich dann den Schleifen-Bereich ausgewählt. Per Maus kann der Bereich einfach ausgewählt werden, wenn das Bereichsmodus-Werkzeug aus der Symbolleiste ausgewählt wurde…

Der Export wird dann per Kontextmenü (Bereich exportieren) oder Menüzeile realisiert. Das Ergebnis ist eine wave-Datei mit der einzelnen Drumloop.

Hydrogen Import:

Die per Ardour geschnittene Drumloop kann nun in Hydrogen importiert werden.

  • Instrumente Menü > Alle Instrumente löschen

  • Im Instrumenten Rack auf Schaltfläche Layer

  • Load Layer Schaltfläche und Loop-Datei laden

Für einen ersten kleinen Test sollte es reichen. Ob die Loop wirklich sauber läuft, hängt davon ab wie gründlich der Schnitt mit Ardour vorgenommen wurde.

Alle weiteren Schritte sollen hier nicht beschrieben werden. Was nicht bereits in den Hydrogen Artikeln steht folgt bei Bedarf später…

Hyperlinks zum Artikel:

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 17. Oktober 2018 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

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