Meine Woche mit Ubuntu Tag 4

Donnerstag 7. Februar 2019 von Torsten

Die Ubuntu Woche geht jetzt in den vierten Tag…Jetzt wird Thunderbird konfiguriert…

Thunderbird Konfiguration:

Eine Woche Ubuntu – da möchte ich natürlich nicht auf meine Mails verzichten. Thunderbird soll jetzt so konfiguriert werden, dass die Mails zwar kontrolliert werden können, aber später auch wieder am eigentlichen System abgerufen werden können. Die Mails sollen also auf dem Server belassen werden, damit ich sie später an meinem eigentlichen Arbeitsrechner auch noch abrufen kann.

Auf dem ersten Dialogfenster von Thunderbird wähle ich die Schaltfläche “Ich werde mein E-Mail Konto später konfigurieren“.

Die erste Anpassung die ich nun vornehme: Ich blende mir die Menüleiste ein. Dazu einfach neben den ersten Tab klicken (Kontextmenü) und die Menüleiste aktivieren.

Der Weg führt nun über Datei-Menü > Neu > Existierendes/Bestehendes E-Mail Konto.

Nun wird mit Benutzername und Mailadresse das Konto eingerichtet. Aus Sicherheitsgründen lasse ich das Passwort übrigens nicht speichern –

Die POP und SMTP Einstellungen sammelt Thunderbird aus einer Datenbank. Thunderbird ist hier sehr bequem und vereinfacht die Konfiguration enorm.

Die Einrichtung ist nun schon fast fertig. Nun soll das gesamte Mailkonto mit den alten Mails importiert werden. Deshalb beschreibe ich hier jetzt meine Vorgehensweise wie ich an einem neuen System Thunderbird einrichten würde. So realisiere ich übrigens auch die Datensicherung meiner Mails.

In Thunderbird wurde jetzt ja schon ein Konto für die erste Mailadresse erstellt. Nun gilt es den Ordner zu identifizieren der die Mailbox abbildet.

In der Kontenliste wird der erstellte Benutzer mit der Maus ausgewählt und über die Einstellungen des Kontextmenüs das Fenster “Konten-Einstellungen“ aufgerufen. In der Rubrik “Server-Einstellungen“ interessiert mich nun der Pfad des lokalen Ordners…

Standardmäßig liegt dieser “lokale Mailordner“ unter “home/user01/.thunderbird/“ und besteht aus einer wilden Folge von Buchstaben und Zahlen und dem Zusatz “.default“.

Diesen “lokalen Mailordner“ lege ich mir innerhalb des Dateimanagers als Lesezeichen an.

Lesezeichen im Dateimanager anlegen:

Der Dateimanager von Ubuntu hört auf den Namen Nautilus. In der Programmleiste finden sich drei Symbole (Lupe-Ansicht-Aufgaben) und das Aufgaben-Symbol bietet die Möglichkeit Lesezeichen für diesen Ort anzulegen.

Das Lesezeichen kann auch umbenannt werden und diese Möglichkeit nutze ich auch.

Import der Mailbox:

Nun geht es mit der Thunderbird Konfiguration weiter. Auf einem USB-Stick habe ich meine alten Mails bereits gesichert und diese sollen nun in Thunderbird importiert werden.

Letztendlich kopiere ich dazu nur die alte Mailbox in die neue Mailbox. Nicht gut erklärt? Also ich kopiere nur den Inhalt der alten Mailbox in den Ordner der neuen Mailbox. Der neue Mailboxordner entspricht ja dem Lesezeichen, welches ich gerade angelegt hatte…

Der Inhalt der neuen Mailbox wird von mir dazu zuerst auch vollständig gelöscht.

Wichtig dabei: Thunderbird sollte während des Kopiervorgangs geschlossen sein, sonst kann es Probleme beim Import geben.

Durch den Import werden übrigens auch gleich alle weiteren Mailboxen erstellt die ich nutze – was enorm Konfigurationszeit spart. Doch noch fehlt noch eine wichtige Einstellung!!!

Mailserver Einstellungen:

Anders als an meinem eigentlichen Arbeitsrechner möchte ich am Ubuntu-System die Mails nicht wirklich abrufen. Die Mails sollen also auf dem Server bleiben.

Hintergrund: Wenn ich jetzt einfach anfangen würde Mails abzurufen, dann habe ich diese Mails nur noch lokal auf dem Rechner von dem ich sie halt gerade abgerufen habe. Dadurch könnte irgendwann das Problem entstehen, dass man nicht mehr weiß wo welche Mail ist. Die Mail von Herrn Müller liegt dann auf System 1 und die Mail von Frau Schulze auf System 2. Da ich so etwas nicht möchte, sollen die Mails also auf dem Server bleiben.

In den Server-Einstellungen setzte ich also für alle meine Mailboxen den entsprechenden Haken.

In der Kontenliste wird der erstellte Benutzer mit der Maus ausgewählt und über die Einstellungen des Kontextmenüs das Fenster “Konten-Einstellungen“ aufgerufen. In der Rubrik “Server-Einstellungen“ wird der Haken bei “Nachrichten auf dem Server belassen“ gesetzt und abschließend die OK-Schaltfläche bestätigt.

Achtung: Beim erneuten Import vom Hauptarbeitsrechner werden diese Einstellungen überschrieben und müssen wieder neu eingegeben werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 7. Februar 2019 um 08:18 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

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