Dateisysteme 1

Montag 15. Juli 2019 von Torsten

In diesem Artikel geht es um die verschiedenen Dateisysteme unter Linux. Besonders die ext-Dateisysteme und einige Alternativen werden dabei vorgestellt…

Die ext-Dateisysteme:

  • ext2
  • ext3
  • ext4

Das aktuellste ext-Dateisystem ist das ext4-Dateisystem. Die wichtigsten Verbesserungen nachfolgend im Überblick:

  • Beim Schreiben von Inhalten werden erst so spät wie möglich Datenblöcke auf der Platte belegt. Auch das hilft gegen Fragmentierung.
  • Anwendungsprogramme können beim Dateisystem voranmelden, wie groß eine Datei werden soll. Das kann wiederum ausgenutzt werden, um zusammenhängenden Plattenplatz zu vergeben und Fragmentierung zu verringern.
  • Zeitstempel haben jetzt eine Auflösung von Nanosekunden…
  • Verzeichnisse können 64.000 oder mehr Unterverzeichnisse enthalten…
  • Dateien können bis zu 16 TiB groß werden

Für eine Partition auf einem USB-Stick stehen folgende Dateisysteme neben den ext-Dateisystemen zur Verfügung.

  • fat16
  • fat32
  • linux-swap
  • ntfs
  • gelöscht

Die Dateisysteme fat (File Allocation Table) und ntfs (New Technology Filesystem) kommen auch in der Windows-Welt zum Einsatz. Passend zur Swap-Partition gibt es auch das entsprechende Dateisystem.

ReiserFS:

Das Dateisystem ReiserFS spielt hier keine Rolle. Es wird eher davon abgeraten es im wirklichen Leben als Dateisystem zu verwenden…

XFS:

XFS ist ein Journaling-Dateisystem für Unix-artige Betriebssysteme wie Linux.

Btrfs:

Angeblich das Dateisystem der Zukunft. Statt mit mkfs- oder mke2fs-Befehl kann es natürlich auch mit Gparted auf eine Partition geschrieben werden…Allerdings nicht auf einem USB-Stick der schon mit ext4 erstellt wurde. Dort sind alle Einträge – bis auf die oben genannten – ausgegraut und nicht anwählbar.

Die Sache mit Swap:

Gerne im Internet empfohlen verzichte ich bei meinen Installationen bewusst auf eine swap-Partition und brauche deshalb auch kein swap-Dateisystem.

Hauptargument dabei: In heutigen, modernen Systemen steht soviel RAM zur Verfügung, dass man keinen Auslagerungsspeicher mehr braucht.

Sollte sich durch den Verzicht auf die swap-Partition der Systemstart später verzögern, kann der entsprechende Eintrag in der Datei „etc/fstab“ auskommentiert werden…

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 15. Juli 2019 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

1 Kommentar über “Dateisysteme 1”

  1. Ludwig schrieb:

    Allerdings ist es so, dass der swap als „resume device“ dient, hat man keinen, funktioniert der Ruhezustand nicht.

    Wenn man auf denselben verzichten kann und will ist es oft nicht ausreichend, den entsprechenden Eintrag in der Datei „/etc/fstab“ auszukommentieren, irgendetwas sucht beim Systemstart trotzdem, manchmal minutenlang, nach einem „suspend/resume device“.

    Abhilfe: a) Falls vorhanden, in /etc/initramfs-tools/conf.d/resume RESUME=none setzen.
    b) Falls nicht vorhanden, in /etc/initramfs-tools/initramfs.conf eine Zeile RESUME=none eintragen.

    In beiden Fällen noch ein
    # update-initramfs -u
    hinterherjagen.

    Quelle: https://askubuntu.com/questions/1013830/slow-boot-long-kernel-load-time-due-to-wrong-resume-device

    MfG Ludwig

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