Inetd: Der Internet-Superserver

Dienstag 1. Oktober 2019 von Torsten

In diesem Artikel geht es um den “inetd“ – den Internet-Superserver…

Der Inetd ist ein Superserver und verwaltet die Netzwerkverbindungen bestimmter Dienste. Je nach Konfiguration öffnet der Inetd verschiedene Ports und wartet auf Verbindungsanfragen. Erst wenn eine Anfrage eintrifft, wird der betreffende Serverprozess gestartet und seine Ein- und Ausgabe mit dem Datenstrom verknüpft.

Die Idee ist also, dass nur noch der Inetd als Server läuft und alle anderen Server nur bei Bedarf gestartet werden…Jetzt aber Schluss mit zu viel Theorie und ran an die Installation…

Installation des Inetd:

Entsprechend der Ausführungen von Ubuntuusers wähle ich folgendes Paket für die Installation…

  • sudo apt install inetutils-inetd

Das Paket “tcpd“ wird dann auch gleich mitinstalliert…

Konfiguration des Inetd:

Die Konfiguration von Inetd erfolgt über die Datei “etc/inetd.conf“. Jede Zeile in dieser Datei beschreibt einen Service. Leerzeilen und Zeilen mit Raute-Zeichen werden ignoriert.

Wenn jede Zeile in dieser Datei einen Service beschreibt, dann ist damit wohl der andere Serverdienst gemeint der durch den Inetd gestartet werden soll…

Wie auch beim mir schon bekannten Webserver Apache, muss der Server nach einer Änderung neu gestartet werden…

  • sudo /etc/init.d/inetutils-inetd restart

Im Terminal wird auch bestätigt das der Inetd neu gestartet wurde.

Viele Dienste, die den Inetd benötigen, tragen bei der Installation selber eine passende Zeile in die Konfigurationsdatei ein – so ist es bei Ubuntuusers nachzulesen…Da Inetd an meinem System aber noch nicht installiert war, kann ja auch noch keine Eintragung durch andere Dienste erfolgt sein. Es ist also auch davon auszugehen, dass es noch keine Dienste gibt die Inetd unbedingt benötigen…

In der frischen und unveränderten Konfigurationsdatei beginnt auch jede Zeile noch mit einer Raute und wird somit ignoriert…

Praxisbeispiel mit Hallo Welt:

Folgende Zeile wird in die Konfigurationsdatei eingefügt…

  • 3000 stream tcp nowait nobody /bin/echo echo Hallo Welt!

Doch wie wird dieser Port nun angesprochen? Oder anders: Wo wird das „Hallo Welt“ jetzt ausgeben? Natürlich auf einem lokalen Port mit der Nummer 3000 und der kann auch per Webbrowser aufgerufen werden…Also per “localhost:3000“. Der Doppelpunkt trennt die lokale IP-Adresse und den Port.

Schönere Praxisbeispiele kann ich hier also leider noch nicht anbieten. Ich hoffe auf einige Ideen und Anregungen in den Kommentaren zu diesem Artikel…

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 1. Oktober 2019 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

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