Terminal: Experimente mit chown

Donnerstag 6. August 2020 von Torsten

Jetzt geht es an die Zugriffsrechte…In diesem Artikel werden einige Experimente mit dem chown-Befehl durchgeführt…

Benutzer erstellen – Gruppen erstellen – Dateien erstellen:

Damit wir auch gleich schöne Experimente mit dem chown-Befehl machen können, schaffen wir erstmal eine solide Grundlage und wiederholen auch gleich einiges aus den letzten Workshops.

In Schritt 1 legen wir vier Benutzer an:

  • sudo adduser vater
  • sudo adduser mutter
  • sudo adduser sohn
  • sudo adduser tochter

In Schritt 2 legen wir zwei Gruppen an:

  • sudo addgroup eltern
  • sudo addgroup kinder

In Schritt 3 erstellen wir für jeden der vier Benutzer eine tx-Textdatei im jeweiligen Stammverzeichnis des Benutzers.

  • cd /home
  • cd vater
  • touch vater.txt

Der Versuch die Datei “vater.txt“ zu erstellen scheitert an fehlenden Zugriffsrechten. Voila und genau jetzt sind wir bei dem Thema um das es ja eigentlich gehen sollte. Es wird also Zeit, dass wir uns die Zugriffsrechte mal anschauen…

  • ls -l

Der Befehl sollte uns zeigen, dass jeder Benutzer exklusive Rechte hat. Der Benutzer vater hat also exlusiv für seinen Ordner/Benutzer Zugriffsrechte.

Linux weist also beim Erstellen eines Benutzers automatisch einen Benutzerordner zu, erzeugt einen Benutzerordner im home-Verzeichnis und setzt die Zugriffsrechte für den erstellten Benutzer.

Die vier Textdateien müssen wir also erstellen, indem wir zuerst zum jeweiligen Benutzer werden…

  • su vater
  • cd vater (wir stehen gerade im home-Verzeichnis)
  • touch vater.txt

Im Benutzerordner vater ist nun die Textdatei vater.txt erzeugt und zwar mit den Zugriffsrechten für den Benutzer vater.

Die anderen drei Dateien werden jetzt auch erstellt. Den Lösungsweg gibt es später.

Experimente mit chown:

Im Benutzerordner für “vater“ soll jetzt die Datei “vater.txt“ dem Benutzer “mutter“ zugewiesen werden.

  • chown mutter vater.txt

Eine Fehlermeldung weist uns nun darauf hin, dass dieser Vorgang nicht zulässig ist. Wenn wir nun dem Befehl einfach ein “sudo“ voranstellen wird es nicht besser, sondern schlimmer. Dieser Vorfall wird gemeldet, denn der Benutzer “vater“ ist nicht in der sudoers-Datei.

Wir wechseln also wieder zum Hauptbenutzer mit Administratorrecht (per exit-Befehl) und probieren es dann nochmal…

  • sudo chown mutter vater.txt
  • ls -l

Mit dem zweiten Befehl prüfen wir nur noch einmal, ob sich die Zugriffsrechte tatsächlich geändert haben.

  • sudo chown vater vater.txt

Mit diesem Erfolg beenden wir die Experimente und diesen Artikel…

Wie geht es weiter?

Im nächsten Artikel werden die Experimente mit dem chown-Befehl fortgesetzt und der chgrp-Befehl vorgestellt.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 6. August 2020 um 08:00 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

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